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23. Februar bis 18. März 2012


Es lebe die Freiheit
Jugendliche gegen den Nationalsozialismus


Eine Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 im StadtMuseum Bonn, Franziskanerstraße 9


Öffnungszeiten:
Mi 9.30-14 h, Do - Sa 13-18 h, So 11.30-17 h


Veranstalter in Bonn:
DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg
Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in Bonn
StadtMuseum Bonn


Willi Graf, um 1938

Führungen durch die Ausstellung:
Sonntag, den 26. Februar 2012, 15 Uhr mit Dr. Horst-Pierre Bothien
Sonntag, den 18. März 2012, 15 Uhr mit Astrid Mehmel, Leiterin der Bonner Gedenkstätte

Zu den Öffnungszeiten können Mittwochs bis Freitags Gruppenführungen angemeldet werden -Tel. 695240

Begleitveranstaltung im StadtMuseum Bonn: Freitag, 2. März 2012, 19.30 Uhr
„Briefe der Geschwister Scholl“ gelesen von Michael Klevenhaus


Heinz Plasberg mit Freundin, um 1943

Die „Weiße Rose“ und die „Rote Kapelle“ sind Bezeichnungen für illegale Gruppen, in denen junge Leute aktiv gegen das NS-Regime arbeiteten. Sie werden hier stellvertretend genannt für andere Jugendgruppen und „Einzelkämpfer“, die sich dem totalen Erziehungsanspruch des Nationalsozialismus entziehen wollten und mutig widerstanden: Erinnert wird an den Zeugen Jehovas Gerhard Liebold, an die Gewerkschafterin Gertrud Liebig, an den Kommunisten Bruno Tesch, den Sozialdemokraten Heinz Gärtner und andere.
Die Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand stellt exemplarisch Wege von oppositionellen und widerständigen Jugendlichen im „Dritten Reich“ dar und dokumentiert das Spektrum der Motive dieser jungen Leute: dem Drill der Hitler-Jugend zu entfliehen, die NSPropaganda zu entlarven, sich dem Kriegsdienst zu entziehen, über politische Alternativen zu diskutieren. „Es lebe die Freiheit!“ rief Hans Scholl kurz bevor er 1943 in München hingerichtet wurde.
Vor allem Großstädte – wie Berlin, Hamburg, Köln oder München – waren Schauplätze jugendoppositionellen Handelns. Aber auch im katholisch-bürgerlichen geprägten Bonn wehrten sich junge Menschen: Stellvertretend wird auf Michael Jovy hingewiesen, der mit anderen wegen „illegaler bündischer Betätigung“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ 1941 vom Volksgerichtshof in Berlin verurteilt wurde.

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