PLA, BVBO, HA, RAT

Bundesstadt Bonn

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1.7.1

Die Oberbürgermeisterin

BE

Herr Isselmann

Amt 61

Beschlussvorlage

 

X

öffentlich

 

nicht öffentlich

 

Drucksachen-Nr.

 

 

 

0911068

 

Externes Dokument

 

- Anlage

 

Betreff

Bahnhofsbereich Bonn - Ergebnisse der Wettbewerbsüberarbeitung

 

Finanzielle Auswirkungen

Stellenplanmäßige Auswirkungen

 

Ja, sh. Begründung

X

Nein

 

Ja, sh. Begründung

X

Nein

 

Verwaltungsinterne Abstimmung

Datum

Unterschrift

Federführung: Amt 61

03.04.2009

gez. Isselmann

Amt 23

08.04.2009

gez. Krämer

Amt 62

08.04.2009

gez. Hawlitzky

Amt 63

06.04.2009

gez. Dormagen

Amt 66

06.04.2009

gez. Bergmann

Amt 68

07.04.2009

gez. Kießling

SGB

07.04.2009

gez. Naujoks

Dez. II

09.04.2009

gez. Prof. Dr. Sander

Dez. VI

08.04.2009

gez. Wingenfeld

Genehmigung/Freigabe durch OB / Amt 02

 

am 09.04.2009

 

*  Zuständigkeiten

  1 = Beschluss

  2 = Empf. an Rat

  3 = Empf. an HA

  4 = Empf. an BV

 

  5 = Anreg. an Rat

  6 = Anreg. an HA

  7 = Anreg. an FachA

  8 = Anreg. an OB

 

  9 = Anhörung

10 = Stellungnahme

 

 

Beratungsfolge

Sitzung

Ergebnis

Z. *

Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz

23.04.2009

E

2

Bezirksvertretung Bonn

28.04.2009

E

9

Hauptausschuss

07.05.2009

E

2

Rat

07.05.2009

einstimmig

1

 

 

 

 

Beschlussvorschlag

1.   Als Grundlage für die weitere Entwicklung des Bahnhofsbereichs Bonn dient als städtebauliches Konzept das am 6. März 2009 eingereichte Überarbeitungsergebnis

 

Arbeit 2002

Verfasser: Stefan Schmitz bda Architekten und Stadtplaner, Köln

 

2.   Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, in welcher Form eine Harmonisierung der bisherigen Planung zur Südüberbauung mit dem städtebaulichen Konzept des Wettbewerbsergebnisses erfolgen kann.

 

3.   Die Verwaltung wird beauftragt das Verkehrskonzept für den Bahnhofsbereich nach Maßgabe der Empfehlungen der Jury und unter Berücksichtigung der bisherigen Erkenntnisse zu überarbeiten und den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen.

 

4.   Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem ausgewählten Büro ein Leistungsbild über die notwendigen städtebaulichen Leistungen auszuarbeiten und die Vergabe vorzubereiten.

 

Begründung

zu 1.

 

Mit Beschluss des Rates vom 18. Dezember 2008 wurde ein Verfahren zur Überarbeitung der Wettbewerbsergebnisse eingeleitet (DS-Nr. 0812801NV5).

 

Zugelassen zur Überarbeitung waren die vier Preisträger des mit Beschluss des Rates vom 17. April 2008 ausgelobten Wettbewerbs zum Bahnhofsbereich Bonn (DS-Nr. 0810599EB4). Dies waren die Büros

 

2001      archivolver – Dipl. Ing. Architekt Michael Amort in Arge mit verkehr plus GmbH, Emanuel Selz, Bonn,

 

2002     Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln,

 

2003      JSWD Architekten Dipl.-Ing. Architekt Frederick Jaspert in Arge mit BSV Büro für Stadt  und Verkehrsplanung Dr. Ing. Reinhold Baier GmbH, Axel Springsfeld, Aachen,

 

2004      APB Architekten Dipl. Ing. Architekt Moritz Schneider in Arge mit Till Rehwaldt, Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden,.

 

Die Anforderungen zur Überarbeitung wurden zusammengestellt und mit der Jury am 13. Januar 2009 abgestimmt und verabschiedet. Kern der Anforderungen an die Überarbeitung ist die Realisierbarkeit der Ent-
würfe, sowie deren städtebauliche Qualität und Wirtschaftlichkeit.

 

Am 27. Januar 2009 hat eine öffentliche Informations- und Diskussions-
veranstaltung mit den Preisträgern des Wettbewerbs stattgefunden. Die Ergebnisse der öffentlichen Veranstaltung sind bekannt gegeben und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt worden. Am 28. Januar 2009 hat die Jury die Anforderungen an die Überarbeitung den zugelassenen Teilnehmern weitergegeben. Am 6. März 2009 haben die Teilnehmer die Überarbeitungen vollständig abgegeben. Diese wurden entsprechend geprüft. Die Überarbeitungsergebnisse sind der Jury am 25. März 2009 vorgestellt worden.

 

Im Anschluss wurden die vier Arbeiten an Hand der eingereichten Pläne, der Prüfergebnisse und der Informationen der Vorstellung nach obigen Anforderungen nach einem Punktesystem bewertet. Aus der Bewertung ergibt sich folgende Punkteverteilung:

 

 

 

2001 = 37 Punkte

2002 = 64 Punkte

2003 = 32 Punkte

2004 = 35 Punkte

 

Auf Grund der Bewertung hat die Arbeit 2002 das beste Gesamtergebnis.

 

Auf Basis des Ergebnisses empfiehlt die Jury folgendes:

 

-        Die Jury empfiehlt der Ausloberin für die weitere Entwicklung des Bahnhofsbereichs Bonn die Arbeit 2002 zugrunde zu legen und hierzu in den politischen Gremien einen Grundsatzbeschluss zum städtebaulichen Rahmen herbeizuführen, zumal sich auch die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt in wesentlichen Punkten in der Arbeit widerspiegeln.

-        Die Jury empfiehlt der Ausloberin die Verfasser mit der städtebaulichen Leistung zur Optimierung des Entwurfs in Abstimmung mit der Stadtverwaltung zu beauftragen. Folgende Aspekte sollen dabei im Zentrum stehen:

 

·         die Überarbeitung der funktionalen und städtebaulichen Lösung des Knotens Rabinstraße/ Thomas Mann-Strasse;

 

·         eine stärkere Gliederung der baulichen Ausformung der Bebauung zwischen Thomas-Mann-Strasse, Poststrasse und Maximilianstraße;

 

·         die Verbesserung der Anordnung und Funktionalität der Stellplatzanlagen;

 

·         die Überarbeitung der Leistungsfähigkeit des ZOB auf Grundlage des städtebaulichen Entwurfs.

 

Die Ergebnisse sind in der beigefügten Anlage dokumentiert.

 

zu 2.

 

In der Beratung zur Fortführung des Wettbewerbsverfahrens ist festgehalten worden, nach Vorliegen der Ergebnisse zum Wettbewerb diese mit den derzeit vorgestellten Planungen zur Südüberbauung abzustimmen (DS-Nr. 0812801NV5). Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass für den Bereich der Südüberbauung der Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes getroffen worden (DS-Nr. 0812954) ist. Auf die für eine bauliche Veränderung notwendige Anpassung der Eigentumssituation wird in diesem Zusammenhang nochmals hingewiesen (DS-Nr. 0812801NV6). Die Verwaltung wird über die Ergebnisse berichten.

 

zu 3.

 

Die Entwicklung des Verkehrskonzepts für den Bahnhofsbereich Bonn in den Alternativen A und B konnte zum Zwecke der Vergleichbarkeit der
Überarbeitung der Wettbewerbsergebnisse nicht fortgeführt werden. Weitere Schritte im verkehrlichen Bereich sind daher notwendig, da die Entscheidung über die Vermarktung der ersten Baufelder erst mit Beschluss eines Verkehrskonzepts erfolgen soll (DS-Nr. 0611268EB24). Die Jury hat empfohlen, das Verkehrskonzept mit den unter 1. dargestellten Maßgaben zu überarbeiten. Damit verbunden ist auch eine Aufarbeitung und Darstellung über die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des ZOB in Alternativen sowie die möglichen abweichenden Auswirkungen. Die bisherigen Maßgaben und Erkenntnisse werden entsprechend berücksichtigt (DS-Nr. 0611178NV4, 0611981, 0713197ST4, 0810101ST6, 0910290).

 

Mit den Stadtwerken Bonn hat hierzu ein Workshop stattgefunden, um für den Bereich des ZOB diese Maßgaben und Erkenntnisse auch vor dem Hintergrund des Wettbewerbsergebnisses aufzubereiten. Dafür wurde ein qualifiziertes Verkehrsplanungsbüro, welches bereits im Vorfeld mit Planungsaufgaben für den ZOB betraut war, eingeschaltet. Dort wurden Varianten zur Umgestaltung des ZOB sowie der derzeitige Zustand in einem kooperativen Verfahren anhand von Systemskizzen erörtert und die Vor- und Nachteile diskutiert. Die wesentlichen Aspekte dieser Diskussion sowie die dabei erzielten Ergebnisse werden zurzeit zu einer gemeinsamen Bewertung zusammengefasst. Ebenfalls sind die Anregungen des Bürgerantrages (DS-Nr. 0910290) in diesen Prozess eingespeist worden.

 

 

zu 4.

 

Auf Grund der Empfehlungen der Jury unter 1. ist eine Anpassung und Abstimmung des Wettbewerbsergebnisses mit den verkehrlichen Belangen unter 3. sowie in der Baukörpergestaltung notwendig. Für die Beauftragung wird an Hand der vorliegenden Ergebnisse und Empfehlungen sowie der notwendigen Darstellung ein Leistungsbild erarbeitet. Die Entwicklung des Leistungsbildes richtet sich gemäß der Wettbewerbsauslobung und des nachfolgenden Verfahrens nach den Maßgaben der HOAI.

Eine entsprechende Vorlage für eine Auftragsvergabe wird kurzfristig erstellt und zur Berarung und Beschlussfassung vorgelegt.