Bundesstadt Bonn

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Der Oberbürgermeister

BE

 

Amt 61

Beschlussvorlage

 

X

öffentlich

 

nicht öffentlich

 

Drucksachen-Nr.

 

 

 

1011654NV3

 

Externes Dokument

 

 

 

Betreff

Fortschreibung Nahverkehrsplan - Maßnahmen zum Fahrplanwechsel Dezember 2010

 

Begründung der Dringlichkeit

Die Beratung in den Bezirksvertretungen wurde seitens des Planungsausschusses ausdrücklich vor einer abschließenden Beratung im Rat am 08.07.2010 gewünscht.

 

Finanzielle Auswirkungen

Stellenplanmäßige Auswirkungen

X

Ja, sh. Begründung

 

Nein

 

Ja, sh. Begründung

X

Nein

 

Verwaltungsinterne Abstimmung

Datum

Unterschrift

Federführung: Amt 61

02.06.2010

gez. Isselmann

Dez. VI

09.06.2010

gez. Wingenfeld

Genehmigung/Freigabe durch OB / Amt 02

14.06.2010

gez. Nimptsch

 

*  Zuständigkeiten

  1 = Beschluss

  2 = Empf. an Rat

  3 = Empf. an HA

  4 = Empf. an BV

 

  5 = Anreg. an Rat

  6 = Anreg. an HA

  7 = Anreg. an FachA

  8 = Anreg. an OB

 

  9 = Anhörung

10 = Stellungnahme

 

 

Beratungsfolge

Sitzung

Ergebnis

Z. *

Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz

26.05.2010

einstimmig

2

Bezirksvertretung Bonn

22.06.2010

geä. E siehe EB

9

Bezirksvertretung Bad Godesberg

23.06.2010

Sh. 1011654EB5

9

Bezirksvertretung Beuel

23.06.2010

E

9

Bezirksvertretung Hardtberg

29.06.2010

einstimmig

9

Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz

07.07.2010

E sh. EB10

2

Rat

08.07.2010

Einstimmig wie EB10

1

 

 

 

 

Beschlussvorschlag

  1. Den in der Begründung dargestellten Änderungen des Nahverkehrsplans wird zugestimmt. Die entsprechenden Fahrplanänderungen sind zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 zu realisieren.

 

  1. Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt, für den Beueler Osten gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis weitere Optimierungen im Busliniennetz zu erarbeiten und zur Beschlussfassung vorzulegen, die als Ziel einen weiteren Abbau des direkten Parallelverkehrs zur Linie 66 zwischen Hangelar und Bonn sowie eine bessere Anbindung von Holzlar an Hangelar und die Bonner Innenstadt verfolgen.

 

Begründung:

 

 

Der vorgenannte Beschlussvorschlag geht zurück auf eine Empfehlung, die der Planungsausschuss in seiner Sitzung am 26.05.2010 an den Rat ausgesprochen hat. Er entspricht dem wortgleichen Inhalt des Dringlichkeitsantrages der CDU, SPD, GRÜNEN, FDP und BIG vom 20.05.2010, DS-Nr. 1011654.

 

Um eine Umsetzung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 zu ermöglichen, wurde im Planungsausschuss darüber hinaus auf Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Herrn Stv. Beu -GRÜNE- einvernehmlich eine Beratung in der Bezirksvertretung Bonn am 22.06.2010, in den Bezirksvertretungen Bad Godesberg und Beuel am 23.06.2010, in der Bezirksvertretung Hardtberg am 29.06.2010 sowie erneut im Planungausschuss am 07.07.2010 beschlossen, siehe DS-Nr. 1011654EB2.

 

 

Der Dringlichkeitsantrag DS-Nr. 1011654 war nachfolgend begründet:

 

Zum Fahrplanwechsel 2010 ergibt sich Änderungsbedarf aus folgenden Gründen:

 

Die Maßnahmenvorschläge stellen den aktuellen Abstimmungsstand mit der Fachverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises dar. Ihre Umsetzung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass es auch im Rhein-Sieg-Kreis zu den erforderlichen politischen Beschlüssen kommt. Der dortige Planungs- und Verkehrsausschuss wird am 22.06.2010 über den Nahverkehrsplan beraten. Dies gilt nicht für die Maßnahmen die ausschließlich auf Bonner Stadtgebiet erfolgen und nicht mit dem Rhein-Sieg-Leistungsangebot verknüpft sind. Folgendes, in der Summe kostenneutrales Maßnahmenpaket wird vorgeschlagen:

 

Stadtbahn/Straßenbahn

(umsetzbar bei rechtzeitiger Zustimmung Rhein-Sieg-Kreis)

 

Auf den Stadtbahnlinien sollen noch bestehende Angebotsdefizite beseitigt werden. Das Angebot am Samstag soll auf den VRS-üblichen 15-Minuten-Grundtakt umgestellt werden und in diesem Zusammenhang ein insgesamt nachfragegerechteres Leistungsangebot erreicht werden. Die Fahrgastnachfrage samstags beträgt nur etwa die Hälfte der Nachfrage Montags bis Freitags und hat sich gegenüber früher deutlich in den Nachmittag verlagert. Unproduktive Standzeiten an den Endstellen Heussallee und Ramersdorf können für sinnvolle Angebotsverbesserungen genutzt werden. Auf den einzelnen Linien sind folgende Änderungen vorgesehen:

 

Samstags fährt die Linie zukünftig von 9 bis 19.30 Uhr zwischen Dottendorf und Auerberg alle 15 Minuten (heute 9 bis 16 Uhr alle 10 Minuten, ab 16 Uhr alle 15 Minuten Auerberg – Hbf. und alle 30 Minuten Hbf. – Dottendorf). Dabei ergibt sich zwischen Stadthaus und Dottendorf gemeinsam mit der Linie 62 ein 7- bis 8-Minuten-Takt. Spitzen durch den Schülerverkehr zu den Berufsschulen (z. T. Samstagunterricht) werden durch gezielte Verstärkungsfahrten bedient.

 

Die Linie 62 fährt grundsätzlich bis Oberkassel, d. h. sämtliche in Ramersdorf endenden Fahrten abends und am Wochenende werden bis Oberkassel verlängert. Die Verbindung Beuel Zentrum - Oberkassel wird dadurch auch in den Schwachverkehrszeiten deutlich attraktiver. Nach Aufgabe des fünfminütigen Standzeit am Hbf. (Rund-um-Anschluss) im Dezember 2008 ist die Verlängerung wirtschaftlich ohne zusätzlichen Zug möglich. Montag bis Freitags zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr fährt die Linie zukünftig alle 15 Minuten (statt alle 30 Minuten) bis Oberkassel, um der gestiegenen Nachfrage durch die längeren Ladenöffnungszeiten gerecht zu werden. Samstags fährt die Linie zukünftig von 9 bis 19.30 Uhr zwischen Dottendorf und Oberkassel alle 15 Minuten (heute 9 bis 16 Uhr alle 10 Minuten, ab 16 Uhr alle 30 Minuten). Dabei ergibt sich zwischen Stadthaus und Dottendorf gemeinsam mit der Linie 61 ein 7- bis 8-Minuten-Takt.

 

Die Linie fährt Samstags ganztägig alle 30 Minuten. Gemeinsam mit der Linie 16 ergibt sich ein 15-Minuten-Takt (heute 9 bis 16 Uhr 10-Minuten-Takt).

 

Sämtliche Heussallee/Museumsmeile endenden Fahrten (abends und am Wochenende) werden bis Ramersdorf verlängert, so dass sich bis dort ein 15-Minuten-Takt (statt 30) ergibt. Dies ist wirtschaftlich (ohne zusätzlichen Zug) möglich und verbessert die Verknüpfungen innerhalb des Stadtbahnnetzes sowie die Anbindung des Rheinauenparks am Wochenende erheblich. Auch Samstags fährt die Linie zukünftig von 6.30 Uhr bis 22.30 Uhr alle 15 Minuten zwischen Siegburg und Ramersdorf, weiter bis Bad Honnef im 30-Minuten-Takt (heute 9 bis 16 Uhr 10-/20-Minuten-Takt). Der gegenüber heute frühere Beginn des 15-Minuten-Takts in Richtung Siegburg stellt dabei erstmals einen Anschluss zu den ICE-Zügen Richtung Süden um 7.12 Uhr und 8.12 Uhr sicher, die heute nur mit einer unakzeptablen, halbstündigen Wartezeit erreicht werden können.

 

 

Die Änderungsvorschläge im Busnetz stehen zum einen im Zeichen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans für den rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises, die vor allem Beuel betrifft. In diesem Zusammenhang kann auch die gewünschte bessere Anbindung Küdinghovens und der Gemeinnützigen Werkstätten realisiert werden. Zum anderen haben die Fahrgasterhebungen im November 2009 dringenden Handlungsbedarf für Angebotserweiterungen zu den Uni-Kliniken auf dem Venusberg sowie den Uni-Campus Poppelsdorf ergeben. Der Standard des Nahverkehrsplans zur maximalen Auslastung von 65 Prozent pro Stunde wird dort in mehreren Stunden deutlich übertroffen. Darüber sollen einige Angebotsoptimierungen und ein Ausbau des Taxibus-Angebots vorgenommen werden.

Auf den einzelnen Linien sind folgende Änderungen vorgesehen:

 

 

Als ersten Schritt zur Reduzierung des Parallelverkehrs zur Linie 66 verkehrt die Linie Montag bis Freitag in der Hauptverkehrszeit nur noch alle 30 statt 15 Minuten. Die bestehende Nachfrage der Linie kann damit problemlos bewältigt werden.

 

Die Linie erhält Montag bis Freitag von 5.30 Uhr bis 20.30 Uhr auf Bonner Stadtgebiet einen konsequenten 30-Minuten-Takt (zzgl. Fahrten für den Schülerverkehr, die bedarfsweise direkt bis zur Gesamtschule Beuel geführt werden). Abends und am Wochenende wird wie bisher ein 60-Minuten-Takt angeboten.

Die Linie wird mit der seit April 2009 zur Probe eingerichteten Linie 516 vereint und endet von Hennef/Schloss Birlinghoven kommend zukünftig am neu geschaffenen Verknüpfungspunkt Hangelar Ost (Anschluss zur Stadtbahnlinie 66 nach Siegburg und Bonn). Das Angebot wird Montag bis Freitag von 5.30 Uhr bis 18.30 Uhr auf 30-Minuten-Takt verbessert. Im Schülerverkehr werden weiterhin Direktfahrten zu den Bonner Schulen angeboten.

 

Die beiden Linien werden zu einer Linie Bonn – Siegburg Montag bis Freitag im 20-Minuten-Takt zusammengefasst (die Verbindung Sankt Augustin Menden – Markt wird durch eine neue innerörtliche Sankt Augustiner Linie sichergestellt). Auf Bonner Stadtgebiet ergeben sich dadurch keine Änderungen.

 

 

Die Linie fährt von Oberpleis kommend ab Vinxel statt nach Ramersdorf zukünftig nach Oberkassel Süd (Verknüpfung mit den Stadtbahnlinien 62 und 66) und weiter Richtung Königswinter Zentrum. Das Angebot wird dabei Montag bis Freitag von heute acht Fahrten auf einen ganztägigen Stundentakt erweitert. Am Wochenende soll die Linie nur bei Bedarf (Taxibus) verkehren. Als Ersatz zwischen Holtorf und Ramersdorf steht die Linie 636 im 30-Minuten-Takt zur Verfügung. Der E-Wagen morgens von Ramersdorf über Küdinghoven zur Gesamtschule Beuel soll zudem bereits in Oberholtorf starten.

 

 

Der heutige 15-Minuten-Takt Montag bis Freitag nachmittags wird auf 30-Minuten-Takt reduziert. Dafür wird die vorhandene Angebotslücke zwischen 21 und 23 Uhr geschlossen. Die Linie wird von Troisdorf kommend über Beuel Zentrum statt Nordbrücke und Römerstraße zum Hbf. geführt

(Fahrzeitverkürzung ca. 8 Minuten; für den Schülerverkehr werden weiterhin Fahrten über die Nordbrücke bis Bonner Berg angeboten). Die Verkürzung der Streckenlänge ermöglicht gleichzeitig die Einführung eines Sonntag-verkehrs im Stundentakt. Es wird darauf hingewiesen, dass über diese Teilmaßnahme im Rhein-Sieg-Kreis bislang noch kontroverse Diskussionen stattfinden.

 

 

Der 10-Minuten-Takt der Linie 601 zwischen Hbf. und Nervenklinik wird außerhalb der Zeiten der gemeinsamen Semester- und Schulferien von heute 6.30 Uhr bis 8.30 Uhr und 16 bis 17 Uhr auf den Zeitraum 6.30 Uhr bis 9.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr ausgeweitet. Die Maßnahme ist notwendig, um der gegenüber früheren Zählungen um über 20 Prozent gestiegenen Nachfrage zum Venusberg (Uni-Kliniken) gerecht zu werden. Zwischen 7 und 8.30 Uhr ist darüber hinaus der Einsatz zusätzlicher E-Wagen erforderlich. Die Busse der Linie 601, die morgens vom Hbf. zum Venusberg auf den 10-Minuten-Takt verdichten, fahren anschließend über die Linie 602 wieder zurück zum Hbf., so dass morgens zwischen Ippendorf und Hbf. von 7 bis 9 Uhr sechs Fahrten pro Stunde auf der Linie 602 angeboten werden können. Nachmittags wird der 10-Minuten-Takt der Linie 601 in beiden Richtungen gefahren.

 

 

Die Bedienung des Abschnitts Dottendorf – Bad Godesberg Mitte wird an Schultagen zukünftig auf die Zeiträume mit der höchsten Nachfrage 7 bis 9 Uhr und 13 bis 18.30 Uhr erweitert, so dass sich auf diesem Abschnitt über einen breiten Zeitraum gemeinsam mit der Linie 612 ein 10-Minuten-Takt mit guten Anschlüssen von und zu den Straßenbahnlinien 61/62 ergibt. In den Schulferien fährt die Linie 614 der deutlich geringeren Nachfrage entsprechend nur zwischen Bad Godesberg Mitte und Mehlem Süd.

 

 

Zur Verbesserung der Anbindung des Uni-Campus an den Bonner Westen sowie zur Steigerung der geringen Nachfrage auf dem Linienabschnitt Endenich Mitte – Endenich Nord wird die Linie über Dransdorf, Riesengebirgsstraße, Tannenbusch Mitte bis Agnetendorfer Straße verlängert. In dieser Relation bereits vorhandene E-Wagen für den Schülerverkehr werden nach Möglichkeit in die Linie 631 integriert. Montag bis Freitag ab 20.30 Uhr, Samstags ab 18.30 Uhr sowie Sonntags bis 11.30 Uhr und ab 18.30 Uhr fährt die Linie nur zwischen Endenich Nord/Hans-Sachs-Straße und Friesdorf/Ürziger Straße (Einsparung eines Kurses; Nachfrage Ürziger Straße – Robert-Schuman-Platz tendiert abends gegen null).

 

Da mit dieser Verbesserung erstmalig die großen Studierendenwohnheime in Tannenbusch, die Chemischen Institute an der Gerhard-Domagk-Straße, die Astronomischen Institute Auf dem Hügel, die Studierendenwohnheime in Endenich (Am Bleichgraben, Ulrich-Haberland-Haus, Babette-Koch-Weg, Steinweg, Ulrich-Haberland-Haus, Endenicher Allee), die Pop-Mensa und der Uni-Campus Poppelsdorf umsteigefrei miteinander verbunden werden, soll sowohl das Studentenwerk Bonn (z. B. durch Info-Verteilung in allen angrenzenden Wohnheimen und in der Mensa), als auch die Universität (z. B. durch Übernahme einer Patenschaft für die „Campus-Linie“) gebeten werden, auf die Verbesserung hinzuweisen und für die Nutzung zu werben.

 

Die Linie wird außerhalb der Fahrzeiten des Schülerverkehrs aufgrund der sehr geringen Nachfrage auf Bedarfsfahrten (Taxibus) umgestellt.

 

Die Linie 636 (Gielgen – Ramersdorf) wird über die Haltestellen Samansstraße, Küdinghoven Kirche, Forstweg, Broichstraße, Maarstraße und Königswinterer Straße bis ins Beueler Zentrum verlängert. Dort wendet die Linie in einer Schleife mit den Haltestellen Beuel Bahnhof, Beuel Hallenbad, Beuel Krankenhaus, Konrad-Adenauer-Platz, Beuel Rathaus, Doktor-Weis-Platz und Beueler Bahnhofsplatz. Auf diese Weise wird die gewünschte Direktverbindung aus dem Küdinghovener Ortskern ins Beueler Zentrum geschaffen. Das Bonner Zentrum kann ebenfalls deutlich besser per Umstieg am Verknüpfungspunkt Konrad-Adenauer-Platz erreicht werden. Dem Wunsch der Gemeinnützigen Werkstätten nach einer besseren Anbindung wird ebenfalls Rechnung getragen, da die Mitarbeiter mit kurzem Fußweg zusätzlich die Linie 636 an der Haltestelle Maarstraße nutzen können. Zwischen Holtorf und Beuel Mitte wird mit der Linie 636 eine zusätzliche Verbindung geschaffen, die die zeitweise Reduzierung des Angebots auf der Linie 537 kompensiert. Da die Linie 635 bereits heute Samstags sehr gering ausgelastet ist und sich durch die Verlängerung der Linie 636 eine weitere Nachfrageverlagerung von der Linie 635 zur 636 ergeben wird, soll die Linie 635 in diesem Zusammenhang Samstags von Halbstunden- auf Stundentakt reduziert werden. Abends und am Wochenende werden Bedarfsfahrten (Taxibus) im Stundentakt zwischen Ramersdorf und Oberholtorf angeboten. Auf diese Weise finden die Wünsche aus Holtorf Berücksichtigung, Berufstätigen mit spätem Feierabend noch Rückfahrtmöglichkeiten ab Ramersdorf anzubieten sowie am Wochenende die Erreichbarkeit der Rheinauen zu verbessern.

 

Zur Anbindung der Marienforster Siedlung, der Gotenstraße und des Langen Grabenwegs auch in den Abendstunden werden auf der Linie 637 von ca. 20.30 Uhr bis 23.30 Uhr stündlich Bedarfsfahrten (Taxibus) angeboten.

 

Um den langjährigen Wünschen nach einer Anbindung des Ückesdorfer Friedhofs sowie einer Direktverbindung aus Ückesdorf nach Röttgen im Einkaufsverkehr gerecht zu werden, wird eine neue Taxibus-Linie Ückesdorf Friedhof – Ückesdorf Mitte – Reichstraße – Röttgen Schlossplatz eingerichtet. Die Linie soll Montag bis Samstag 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr im 30-Minuten-Takt angeboten werden.

 


 

Offene Prüfaufträge

 

Aus der Ratssitzung am 07.05.2010 sind noch einige Prüfaufträge an die Verwaltung offen (DS-Nr. 0911247EB3).

 

Prüfauftrag zur direkten Anbindung des Küdinghovener Ortskerns an das Beueler und Bonner Zentrum („Die Linienführung der Buslinie 635 (ehemals 628) wird so geändert, dass wieder eine umsteigefreie Verbindung von Küdinghoven nach Bonn-Beuel-Zentrum und Bonn-Zentrum in angemessener Fahrtzeit möglich wird.“). Im alten Busnetz war eine entsprechende Verbindung ins Beueler Zentrum mit der Linie 628 zwar gegeben, diese wurde jedoch nur unbefriedigend nachgefragt. Eine Ursache dafür dürfte allerdings auch die umweghafte Linienführung über Pützchen und Neu-Vilich gewesen sein (Fahrzeit Küdinghoven Kirche - Konrad-Adenauer-Platz 22 Minuten, jetzt mit der 635 und Umstieg in Ramersdorf in die 62: 23 Minuten). Grundsätzlich ist der Wunsch nach einer Direktverbindung aus dem Küdinghovener Ortskern ins Beueler Zentrum nachvollziehbar, da zurzeit ohne Umsteigen in Ramersdorf oder Pützchen keine angemessenen Einkaufsmöglichkeiten erreicht werden können. Wenn diese neue Direktverbindung attraktiv sein soll und zusätzliche Fahrgäste anziehen soll, ist unter Berücksichtigung der Erfahrung mit der alten Linie 628 jedoch eine direktere Linienführung erforderlich als früher. Da die Linie 635 mit ihren Verknüpfungen in Vilich-Müldorf und Ramersdorf wesentliche Bedeutung für den Schüler- und Berufsverkehr hat, kann diese Linie nicht ohne wesentliche Nachteile für vorhandene Fahrgäste verändert und in das Beueler Zentrum geführt werden. Die oben vorgeschlagene Verlängerung der Linie 636 über Küdinghoven und Maarstraße/Königswinterer Straße ins Beueler Zentrum wird für geeigneter gehalten als eine Veränderung der Linie 635.

 

Weitere Vorschläge aus den Bezirksvertretungen Bad Godesberg: Der Kritik insbesondere aus dem Bereich Friesdorf ist mit der Verlängerung der Linie 614 in der Hauptverkehrszeit bis Dotten-dorf bereits Rechnung getragen worden. Dadurch konnten auch die Pünktlichkeit der Linie 612 und die Umsteigebedingungen von und zur Straßenbahn in Dottendorf wesentlich verbessert werden. Weitere Verbesserungen im Detail sind geplant. Hinsichtlich der Haltestelle „Miramonti“ empfiehlt die Verwaltung aufgrund der geringen Bedeutung der Haltestelle weiterhin die Bedienung mit den Linien 856 und 857 statt 614. Die Haltestelle „Oberaustraße“ wird von der RVK-Linie 857 inzwischen wunschgemäß angefahren. Eine Veränderung der Fahrplanlage der Linie 637 zur besseren Abstimmung auf die DB nach Köln hätte eine wesentlich schlechtere Abstimmung mit den Schulzeiten der Schulen in Plittersdorf zur Folge und wird daher nicht empfohlen. Bonn: Bezüglich der Erschließung Buschdorf sollte geprüft werden, ob und wie die Linie 604 weiterhin die Haltestelle Friedlandstraße bedienen kann. Fahrversuche haben ergeben, dass eine Befahrung der Buschdorfer Straße und der Friedlandstraße mit Gelenkbussen jedoch selbst bei Einrichtung der Buschdorfer Straße als Einbahnstraße für Busse und LKW nicht möglich ist. Bereits entgegenkommende Pkw führen in der Buschdorfer Straße zu Problemen und in der Friedlandstraße ist zwischen Buschdorfer Straße und Am Spielplatz keine Begegnung der Gelenkbusse mit Bussen der Linie 630 möglich. Es wird daher die Beibehaltung des bestehenden Linienwegs befürwortet. Hardtberg: Der anfänglichen Kritik insbesondere aus dem Bereich Brüser Berg ist durch Einführung des SB69 sowie Fahrzeitkorrekturen der Linien 608/609 Rechnung getragen worden. Die Direktverbindung aus dem Fliegerviertel zum Einkaufszentrum Basketsring sowie vom Brüser Berg über den Schieffelingsweg zum Hbf. ist nun mit der Linie SB69 in der Hauptverkehrszeit gegeben. Die schnelle Verbindung vom Brüser Berg zum Duisdorfer Bahnhof ist mit der Linie 630 gegeben, deren Angebot zeitweise sogar auf 15-Minuten-Takt ausgeweitet worden ist. Die Linien 608 und 609 werden Sonntags bei Veranstaltungen im Telekom Dome inzwischen mit Gelenkbussen gefahren.

 

Weitere Änderungen werden in Anbetracht der Haushaltslage aktuell für nicht sinnvoll gehalten.

 

Finanzielle Auswirkungen (lt. Angaben der Fachverwaltung):

 

Das oben beschriebene Maßnahmenpaket stellt sich in der Summe in etwa kostenneutral dar. Die Kostenauswirkungen der einzelnen Maßnahmen werden wie folgt prognostiziert:

 

Maßnahmenpaket Stadtbahn ca. - 60.000 EUR/Jahr

Maßnahmenpaket Beuel (500er-Linien, Linien 635 und 636) ca. - 90.000 EUR/Jahr

teilweise Umstellung der Linie 634 auf Taxibus ca. - 35.000 EUR/Jahr

Handlungsbedarf Venusberg/Poppelsdorf (Linien 600/601/602, 631) ca. +110.000 EUR/Jahr

Optimierung Angebot Linie 614 ca. +5.000 EUR/Jahr

Taxibusse Linien 636, 637 und neuer T651 ca. +50.000 EUR/Jahr

Summe: ca. - 20.000 EUR/Jahr