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25. September 2009, 19 Uhr

Die neue Melusine
Ulrike Richter bei der Premiere im Grassi-Museum, Leipzig (Foto: Axel Thieme) Märchen-Lesung und Harfen-Lieder zum Papiertheater nach Johann Wolfgang von Goethe

Mit Liedern und Scherenschnittkunst der Goethezeit. Lesung und Lieder, für Schloß-Harfe eingerichtet, gesungen und gespielt von Ulrike Richter im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79
Eine Veranstaltung des StadtMuseum Bonn und des Fördervereins SMB zum Mendelssohn-Jahr 2009
Eintritt: 8,00

 

Die neue Melusine
Märchen-Lesung und Harfen-Lieder zum Papiertheater nach Johann Wolfgang Goethe mit Liedern und Scherenschnittkunst der Goethezeit

Goethes Märchen „Die neue Melusine“ erzählt von der Zwergenprinzessin, die in einem Kästchen die Menschenwelt bereist. Sie soll einen Bräutigam finden, der das winzige Zwergengeschlecht durch seine Größe auffrischen kann. Dem Zauber der Prinzessin in Menschengestalt kann sich niemand entziehen. Zwar verscherzt sich der erwählte Gatte unverständig und selbstsüchtig sein menschliches Glück mit ihr, und auch die Zwergenwelt wird ihm bald zu eng, doch die Prinzessin erwartet das erwünschte Kind; ihre Reise war nicht vergeblich. Die eigenartige Erzählung zeigt uns auf vergnügliche Weise, dass das Glück der Liebe immer neu verdient und gepflegt sein will, damit Bindung sich nicht in Enge wandelt.

Im Salon der Goethezeit bestand Muße und Vergnügen noch selbstverständlich in eigener, geselliger Kunstfertigkeit: Papiertheater und Harfenspiel sind poesievolle Unterhaltung, wie sie im frühen 19. Jahrhundert üblich und beliebt war. Ulrike Richter liest eine gekürzte Version des Märchens und singt zur Harfe zeitgenössische Goethe–Vertonungen von J.F. Reichardt, C.F. Zelter, Ph.Ch. Kayser u.a. sowie Lieder aus dem „Mildheimischen Liederbuch“ von 1815. Dazu stellt sie Szenen aus kunstvollen Scherenschnitten im Papiertheater.

Lesung und Lieder, für Schoß-Harfe eingerichtet, gesungen und gespielt von Ulrike Richter Scherenschnitte von Luise Duttenhofer (1776 - 1829) u.a., zum Bühnenbild ergänzt und teilweise farbig gefasst von Paula Richter Aufführungen ab 2008; Spieldauer: ca. 70 Minuten; Aufbau ca. 30 min; Bühne: 75 x 40 cm

Goethe-Lieder:

Vanitas! Vanitatum vanitas! C.F. Zelter
Heidenröslein J.F. Reichardt
Neue Liebe neues Leben C.F. Zelter
Geheimnis (Mignon) C.F. Zelter
Der König in Thule C.F. Zelter
An den Mond C.F. Zelter
Wandrers Nachtlied Ph.Ch. Kayser
Kennst du das Land (Mignon) J.F. Reichardt
Hochzeitslied C.F. Zelter
aus dem „Mildheimischen Liederbuch“ von 1815:
Wie der Tag mir schleichet F.W. Gotter
J.J. Rousseau
Wo bist du Ch.A. Overbeck
J.F. Reichardt
Wer weiß, wo dir dein Glücke blüht L. Tieck
J.F. Reichardt

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