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08. Mai bis 18. Juli 2010
Lasst Bäume sprechen
"Historische Bäume"
Eine Ausstellung im StadtMuseum Bonn, Franziskanerstraße 9
Teil II der Ausstellung:
Lasst Bäume sprechen. Eine Ausstellung über die Bonner Baumlandschaft
vom 12. Mai bis 24. Juli 2011
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Das Stadtmuseum Bonn beschäftigt sich in zwei Teilausstellungen mit Bonner Bäumen.
Ein erster, nun gezeigter Teil stellt „Historische Bäume“ in den Vordergrund, also Bäume, die
Bonnerinnen und Bonner schon vor 100 Jahren in den Bann gezogen haben.
Ein zweiter Teil wird im Frühjahr 2011 folgen: In dieser Ausstellung werden gegenwärtige
„Baumpersönlichkeiten“ im Bonner Stadtgebiet im Mittelpunkt stehen. Für beide Ausstellungen gilt:
Neben Aspekten des Botanischen sollen kulturgeschichtliche Hintergründe aufgehellt werden.
Teil I: Historische Bäume
Mit ausgehendem 19. und beginnendem 20. Jahrhundert wurden die negativen Folgen der Industrialisierung
und Verstädterung auf die Natur immer deutlicher. Gewachsene Landschaftsformen drohten zerstört zu
werden, eindrucksvolle Baum- und Pflanzenensembles fielen wirtschaftlichen Interessen zum Opfer.
Man versuchte gegenzusteuern, eine Umwelt- und Naturdenkmalbewegung entstand: In Preußen wurde 1906 die
„Staatliche Stelle für Naturdenkmalpflege“ gegründet; die Weimarer Republik schrieb die Naturdenkmalpflege
in ihre Verfassung, das Reichsnaturschutzgesetz von 1935 lieferte schließlich umfangreiche gesetzliche
Vorschriften, die im Prinzip noch heute gelten.
Trotz Weltkrieg und Krisen der Nachkriegszeit entstand mit zeitlichem Abstand auch in Bonn eine
„Naturdenkmalbewegung“. Komitees und Vereine bildeten sich zu diesem Zwecke, nebenberufliches und
ehrenamtliches Engagement von Privatpersonen förderten die Sache.
Will man eine Person nennen, die am Beginn der regionalen Bemühungen stand, so wird man den Redanten der
landwirtschaftlichen Akademie in Poppelsdorf, Paul Seehaus, nennen müssen. Er setzte sich sehr bewusst
für Bonns Naturdenkmäler, vor allem für altehrwürdige und erhaltenswerte Bäume ein. Glücklich können wir
uns heute schätzen, dass er parallel zu seinen Beobachtungen die Möglichkeiten der Fotografie nutzte.
So entstanden schon 1913 eindrucksvolle Aufnahmen von Baumveteranen. Man kann diese Bemühungen insgesamt
als eine erste Bestandsaufnahme der Bonner Naturdenkmäler werten.
Andere Engagierte folgten, wobei nach und nach eine offizielle Naturdenkmalliste erarbeitet wurde. 1935
werden in dieser Liste insgesamt 81 Baum-Naturdenkmäler auf dem Gebiet der heutigen Stadt Bonn aufgelistet.
Von den rund 30 Bäumen und Baumensembles, die hier in der Ausstellung gezeigt werden, sind heute nur noch
knapp die Hälfte (teilweise) erhalten.
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