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17. April bis 18. Mai 2008
Mythos Salzburg
Eine Ausstellung des Salzburgmuseums in Kooperation mit dem StadtMuseum Bonn, Ernst-Moritz-Arndthaus, Adenauerallee 79, 53113 Bonn
Öffnungszeiten: Mi bis Sa 13 bis 18 Uhr, So 11.30 bis 17 Uhr
Hubert Sattler: Salzburg im Winter. Blick von Mülln auf die Stadt, Mitte 19. Jh.,
Öl auf Leinwand, Salzburg Museum Inv.Nr. 7004-49

Führungen durch die Ausstellung: Sonntag, 27. April 2008, 15 Uhr und
Mittwoch, 14. Mai 2008, 17.30 Uhr
Termine und Informationen zu Veranstaltungen im Rahmen dieser Ausstellung finden Sie hier.
Salzburg ein Mythos? Die Wurzeln dafür liegen im frühen 19. Jahrhundert. Zum einen verbreiten
romantische Maler, Schriftsteller und Wissenschaftler ihre überbordende Begeisterung für die Gegend
um Salzburg in Bildern und Texten in ganz Europa. Zum anderen ändern sich die politischen
Verhältnisse: Die Fürsterzbischöfe verlieren ihre Macht, Salzburg wird Österreich eingegliedert –
nun können die Bürger selbst das öffentliche Leben gestalten. Stadt und Land Salzburg setzen
erfolgreich auf Tourismus und Kultur, die Bevölkerung wächst, der Modernisierungsdruck steigt.
Daraus entwickelt sich ein Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, historische Bausubstanz und
Naturlandschaft zu erhalten, und der Notwendigkeit, die Stadt an die Erfordernisse der Zeit
anzupassen.
Unternehmer und Politiker nutzen das wirtschaftliche Potential des „Mythos Salzburg“ als zugkräftigen
Marketingfaktor – zunächst für die „Saisonstadt“, später für deren logische Weiterentwicklung, die
Festspielstadt.
Die Malerfamilie Sattler tragen zur Begründung dieses Mythos Wesentliches bei: In jahrelanger Arbeit
erschafft der in Wien ausgebildete Johann Michael Sattler (1786-1847) das 26 Meter lange und 5 Meter hohe
Monumental-Rundgemälde von Salzburg und bereist damit Europa – die erste Tourismuswebung für Salzburg!
An der Schwelle zum Zeitalter der Fotografie malt sein Sohn Hubert (1817-1904) seine Kosmoramen – von
Boston bis Moskau, von Cádiz bis Sarajevo. Diese Bilder entstanden in penibler Pinseltechnik im Atelier
des Künstlers. Als Arbeitsbehelf diente ihm ein reicher Vorrat von Skizzen, später Fotografien, die sich
auf seinen Reisen angesammelt hatten. Seine Bilder sind geprägt von strengem Realismus und detailgetreuer
Präzision, deren malerische Qualität heute wieder hoch geschätzt wird. Das Bürgertum steht vor den Bildern
Schlange, man erlebt um wenig Eintritt die weite Welt. Wir reisen heute ins Gestern – mit den Augen der
Salzburger Malerfamilie Sattler.
Bei der Ausstellung in Bonn – das fast 5 Meter hohe und rund 26 Meter lange kreisrunde Salzburgpanorama von
1829 bleibt natürlich in Salzburg - stehen das Salzburger Winterbild von Hubert Sattler und die Salzburger
Domansicht des Vaters J.M. Sattler im Zentrum. Darum herum gruppieren sich Bilder beider Maler - Portraits,
Landschaften
Unter den Kosmoramen wird das Bild „Köln“ eine lokalspezifische Komponente einnehmen!
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