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Zum Bestand des StadtMuseums
Da die überkommenen Sammlungen - abgesehen von ein frühen Bilder niederländischer und italienischer Meister, die Professor Obernier erworben hat, - vor allem das 18. und 19. Jahrhundert im Auge hatten, besitzt das Stadtmuseum so gut wie keine eigenen Exponate aus den davorliegenden Jahrhunderten. Ausnahme: Der Bonner Löwe aus Sandstein, der als Schwurstein seit dem 12. Jahrhundert auf dem Münsterplatz neben der Prangersäule gestanden hat, und seit den 50er Jahren im Foyer des Alten Rathauses untergebracht war.
Auch in den Jahrhunderten mit Bestandsdichte, also dem 18. - 20. Jahrhundert, ist die Sammlung, da zu keinem Zeitpunkt unter professionellen oder konzeptionellen Gesichtspunkten erworben, ergänzt und erweitert, sehr heterogen, was dazu führt, daß zu manchen Ereignissen sehr viele Zeugnisse vorhanden sind, zu anderen - nicht minder wichtigen, oder historisch sogar bedeutungsvolleren - so gut wie gar nichts. Das läßt sich auch durch Dauerleihgaben nicht ausgleichen, ohne die - und hier haben wir vor allem der Großzügigkeit des Kölnischen Stadtmuseums und dem Rheinischen Landesmuseum in Bonn zu danken - wir allerdings selbst auf eine exemplarische Präsentation Bonner Geschichte von der Römerzeit bis zum 18. Jahrhundert hätten verzichten müssen.
Als Dauerleihgaben sind allerdings nur konservatorisch unproblematischere Objekte zu bekommen, weshalb z. B. der für viele Ereignisse wichtige Bereich Graphik und Textilkunst schon ausfällt. Eigenen Erwerbungen des Stadtmuseums sind sowohl durch die Finanzsituation wie durch die seltene Verfügbarkeit entsprechender Objekte sehr enge Grenzen gesetzt. Da ein Museum aber vor allem durch seine visuellen Eindrücke und Präsentation von Originalen lebt, bestimmte die vorhandene Sammlung auch die Konzeption, die aus diesem Grund dem 18. und 19. Jahrhundert größeren Raum widmet, obwohl auch hier einige Themen mangels Objekten 'nicht angesprochen' werden können. |
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