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09.05. bis 11.07.2004:

Wilhelm Grimms Rheinreise im Sommer 1853


Eine Ausstellung des StadtMuseums Bonn in Zusammenarbeit mit der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel und dem Brüder Grimm-Museum Kassel sowie in Verbindung mit der Karl-Simrock-Forschung Bonn im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Bonn, Adenauerallee 79


Begleitend zur Ausstellung ist ein Heft erschienen: Hrsg. von Bernhard Lauer und Peter Weinmann. Heft 1 der Rheinischen Hefte für Kulturgeschichte. Kassel und Bonn 2004. ISBN 3-929633-84-1. Preis 4,00 Euro.


Das Rheinreisetagebuch von Wilhelm Grimm, der zusammen mit seinem älteren Bruder Jacob auch heute noch fast alle Menschen als Herausgeber der "Grimms Märchen",also der berühmten zwischen 1812 und 1815 erschienenen Kinder- und Hausmärchen, ein fester Begriff ist, war bis zu seiner Veröffentlichung durch Bernhard Lauer zum Ende des Jahres 2003 im Jahrbuch der Brüder Grimm-Gesellschaft Kassel nur der Grimm-Forschung bekannt. Angesichts der kulturhistorischen Bedeutung dieses Reisedokuments, das Wilhelm Grimms zahlreiche Begegnungen mit bekannten und berühmten Persönlichkeiten ebenso dokumentiert wie seine Eindrücke rheinischer Ort- und Landschaften wiedergibt, ist diese Ausstellung zustande gekommen, zu der die Rheinreiseerinnerungen aus dem Jahre 1853 in einem schön gestalteten und reich bebilderten Sonderdruck speziell neu aufgelegt worden sind.

Der Standort Bonns und das Wohnhaus des Bonner Geschichtsprofessors Ernst Moritz Arndt boten sich für die Präsentation natürlich wie naturgegeben an, da die Universitätsstadt, deren 1818 von den Preußischen Königen wiedererrichtete Hochschule im 19. Jahrhundert ein außerordentlich hohes Renommee gerade auch in ihren geisteswissenschaftlichen Fächern genossen hat, auch eines der hauptsächlichen Ziele von Wilhelm Grimm gewesen ist. Das hatte durchaus auch familiäre Gründe, denn bekanntlich standen sich der Bonner Professor und erster Inhaber eines germanistischen Lehrstuhls in Bonn, Karl Simrock, und die Grimms auch persönlich nahe. Das erstreckte sich auch auf die Familienmitglieder, weshalb nicht nur Wilhelm Grimm, seine Frau und sein unverheiratet gebliebener Bruder Jacob gern gesehene Gäste im Bonner Haus der Simrocks sowie auf seinem Landgut Menzenberg gewesen sind, sondern auch die sog. "Märchenkinder" (also die Kinder Wilhelms) zeitlebens in enger Verbindung mit den Simrocks standen.

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