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StadtMuseum Bonn online |
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Gottfried und Johanna Kinkel Gottfried: geb. 11.8.1815 Bonn-Oberkassel, gest. 13.11.1882 Unterstraß bei Zürich Zu Johanna Kinkel vgl. die Erinnerungen ihrer Freundin Fanny Lewald: "Zwölf Bilder nach dem Leben" aus den Erinnerungen von Fanny Lewald. Im Jahr 2009 zeigt das StadtMuseum Bonn die SonderausstellungJohanna Kinkel und ihr kulturelles Umfeld in Bonn, Berlin und London. mehr [...]
Bereits als fünfzehnjähriges Mädchen beeindruckte die Bonner Lehrertochter Johanna Mockel durch ihr einfühlsames und ausdruckstarkes Klavierspiel, und im Winter 1830/31 war sie die kaum 20jährige, die auch Schülerin beim alten Beethovenlehrer Franz Anton Ries gewesen ist, die führende Figur im Bonner Musikleben und Leiterin des "sehr niedlichen musikalischen Kränzchens", das Annette von Droste-Hülshoff so entzückte, das sie gern als Ehrenmitglied beitrat. Die junge Johanna, die ihr Benehmen so wenig den gesellschaftlichen Konventionen unterwarf, dass man sie als "die tolle Mockel" bezeichnete, heiratete zu aller Überraschung 1832 den Kölner Buch- und Musikalienhändler Johann Paul Mathieux, der sie inbesondere seelisch so quälte, dass ihre Eltern sie nach einem halben Jahr selbst wieder nach Bonn holten. Zwar nahm sie dort nach einiger Zeit wieder aktiv am musikalischen Leben tell, doch die Anerkennung und Anregungen reichten ihr nicht mehr, da sie sich nach Weiterbildung sehnte. Die Empfehlung von Felix Mendelssohn Bartholdy ebnete ihr den Weg nach Berlin, wo sie Unterricht bei namhaften Musikern nahm - finanziert durch eigenes Stundengeben - und die Freundschaft u.a. von Fanny Hensel und Bettine von Arnim gewann. 1838 veröffentlichte sie als op. 1 ihre schon 1829 zum Bonner Karneval entstandene "Vogelkantate", die ihr eine begeisterte Rezension des legendären Berliner Musikkritikers Rellstab eintrug. Nur kurz wollte sie ihr Berliner Leben 1839 unterbrechen, als sie im Frühjahr nach Bonn fuhr, in der Hoffnung, endlich ihre Scheidungsdokumente zu bekommen. Doch durch die Verzögerungstaktiken ihres Mannes zogen sich die Verhandlungen weiterhin unerwartet lange hin und Johanna mußte in Bonn bleiben, wo sie ihren Lebensunterhalt durch Unterrichten und Leiten eines Gesangsverein bestritt. Kaum in Bonn zurück lernte sie den Pastorensohn Gottfried Kinkel kennen, der seit 1837 als Dozent für Kirchengeschichte an der Bonner Universität lehrte. |
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