14. Juni 2009, 17.30 Uhr

Apollinaire - Picasso - Rilke

Vortrag von Prof. Kurt Roessler im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79
Eine Veranstaltung der Reihe "Sonntags am Rhein" in Zusammenarbeit mit dem Förderverein StadtMuseum Bonn e.V.
Eintritt 5,00 Euro / nur Tageskasse

StadtMuseum Bonn:Johanna Kinkel
  www.bonn.de/stadtmuseum

Homepage

|

Über uns

|

Index

|

Sitemap

|

Kontakt

 

StadtMuseum Bonn online
francais nederlandse english


13. Mai bis 12. Juli 2009

Johanna Kinkel

Johanna Kinkel (1810-1858) und ihr kulturelles Umfeld in Bonn, Berlin und London

Eine Ausstellung im Ernst-Moritz-Arndt-Haus Bonn, Adenauerallee 79

Mit besonderer Unterstützung der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn


Am 15. November 2008 jährte sich zum 150. Male der Todestag von Johanna Kinkel, den das StadtMuseum in Kooperation mit dem Universitätsclub Bonn und dem Förderverein StadtMuseum Bonn e.V. mit einer begeistert aufgenommenen Jubiläumsveranstaltung (Vortrag, Buchvor-stellungen und Liederabend mit Ingrid Schmithüsen und Thomas Palm) würdigte.

Johanna Kinkel wurde als Johanna Mockel in Bonn in einen Gymnasiallehrerhaushalt geboren und ihre Talente wurden, insbesondere auf musikalischen Gebiet, schnell allgemein bekannt und Johanna Mockel ein Liebling der Gesellschaft. Höchst angetan vom musikalisch so begabten "Hannchen" war auch die spröde, damals in Bonn weilende Annette von Droste-Hülshoff, die den von Johanna Mockel von ihrem Lehrer Franz Anton Ries übernommenen Musikverein als "allerliebstes Kränzchen" lobte. Eine kurze und aus Rücksicht auf die gesellschaftliche Vorstellung von der angestammten Rolle einer bürgerlichen Frau eingegangene Ehe wurde zur Katastrophe. Unter ihrem Ehenamen Mathieux veröffentlichte die junge, mit Förderung und Empfehlungsschreiben von Felix Mendelssohn in Berlin in den Kreisen der Arnims und Mendelssohns mit offenen Armen aufgenommene Musikerin ihre ersten Kompositionen beim Berliner Verlag Trautwein.

Wieder zurück im Rheinland, wo sie endlich die Scheidung von ihrem Mann zu erlangen hoffte, traf sie den ihr schon aus Kindertagen bekannten evangelischen Pfarrerssohn Gottfried Kinkel wieder, dem sie bald in tiefer Liebe zugetan war und 3 Jahre nach ihrer Scheidung, 1843, heiratete.

Das kulturelle Leben erweiterte Johanna nicht nur durch die Wiederbelebung ihres Musikvereins sondern vor allem auch durch die Gründung des Maikäferkreises, der bald zum Mittelpunkt des gesellschaftlich-kulturellen Treibens in Bonn wurde, und dessen Zusammenkünfte sich erst im Angesicht der revolutionären Umbrüche in Deutschland, denen sich Johanna und Gottfried Kinkel an vorderer Front verschrieben hatten, auflösten. Die Revolutionsjahre wurden zu Schicksalsjahren der Kinkels, und zwangen Johanna mit ihren vier Kindern in die Emigration nach London, wohin der als Landesverräter im Badischen Aufstand gefangen genommene Gottfried, mit Johannas Unterstützung von seinem Freund Carl Schurz aus dem Zuchthaus in Spandau befreit, schon geflüchtet war.

London wurde in den wenigen Jahren bis zu ihrem Tod die neue Heimat Johannas, die im Gegensatz zu ihrem Mann und vielen anderen deutschen Emigranten realistisch genug war, nach dem Scheitern der so hoffnungsvoll begonnenen Revolution der Demokratie in Deutschland für die nächsten Jahrzehnte keine Chance einzuräumen. In London, wo sie u. a. auch von Seiten Charles Dickens und des bekannten englischen Tiermalers Sir Edwin Landseer Anteilnahme und Unterstützung erfuhr, sorgte Johanna unter völliger Verausgabung ihrer Kräfte vor allem mit Klavierunterricht für den Unterhalt der Familie und konnte sich trotzdem einen kleinen schöpferischen Freiraum erhalten, wie ihre literarischen und musikalischen Arbeiten und Vorträge aus dieser Zeit beweisen.

Die trotz aller Beanspruchung auch ungewöhnlich liebevolle Mutter kam am 15. November 1858 bei einem Sturz aus dem Fenster ihrer Londoner Wohnung ums Leben. An ihrem Grab in Woking standen auch enge alte Freunde wie Ida und Ferdinand Freiligrath, der einen Lorbeerkranz auf Johannas Sarg legte. Freiligrath würdigte wenige Tage später Johannas im englischen Exil beschlossenes "muthiges Leben" in einem ergreifenden Nachruf.


Zu Johanna Kinkel erschienen Ende 2008 als neue wegweisende Publikationen:

Monica Klaus: Johanna Kinkel. Romantik und Revolution. Böhlau Verlag

Monica Klaus (Bearb.): Liebe, treue Johanna! Liebster Gottitt!. Die Korrespondenz zwischen Gottfried und Johanna Kinkel, 1840 - 1858 (Veröff. des Stadtarchivs Bonn, Bd. 67-69)



Mehr über Johanna Kinkel hier [...]

RUBRIKEN

 

Service

Öffnungszeiten, Lageplan, Eintrittspreise

mehr [...]

 

Führungen

Termine, Informationen

mehr [...]

 

Kinder ins Museum

mehr [...]

 

Veranstaltungen

Eine Übersicht über unsere Veranstaltungen finden Sie hier

mehr [...]

 

Ausstellungen

Eine Übersicht unserer zukünftigen Ausstellungen auf einen Blick

mehr [...]

 

Sammlung Delander

Die vollständige Sammlung von Kurt Delander

mehr [...]

 

Rundgang

Erleben Sie die Räume des StadtMuseums auf einem virtuellen Rundgang.

mehr [...]

 

Ernst-Moritz-Arndt-Haus

Die Dependance des StadtMuseums

mehr [...]

 

Publikationen

Unsere Veröffentlichungen

mehr [...]

 

Bonner Köpfe

Portraits berühmter Bonner Persönlichkeiten

mehr [...]

 

Jubiläen

Wichtige Daten bekannter und berühmter Persönlichkeiten

mehr [...]

 

Highlights

der vergangenen Jahre

mehr [...]

 

Vermietung

Anmietung der Sonderausstellungsräume im Museum und des Ernst-Moritz-Arndt-Hauses

mehr [...]

 

Förderverein und Stifter

Förderverein und Förderer

 

City Museen

mehr [...]

 

Galerie

Alle Abbildungen dieser WebSite auf einen Blick

mehr [...]

 

Linktipps

Ausstellungen und Museen in Bonn und Umgebung, nationale Museumslinks

mehr [...]

 

IMPRESSUM

StadtMuseum Bonn

   

Homepage

 | 

Über uns

 | 

Index

 | 

Sitemap

 | 

Kontakt

|


© 2009 StadtMuseum Bonn

Postanschrift: StadtMuseum Bonn, Bundesstadt Bonn, Amt 41-5, 53103 Bonn

Tel: 0228/772094 Fax: 0228/774298