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Zum 200. Todestag Friedrich Schillers:


Friedrich Schiller

5. Juni 2005


Friedrich Schiller
und ... Bonn


Ernst-Moritz-Arndt-Haus Bonn
Teil I 11.30 Uhr, Teil II 21.00 Uhr
Eintritt je 2,50 Euro



Teil I 11.30 Uhr
Thomas Mann "Schwere Stunde", gesprochen von Charles Wirths
Thomas Mann spricht Thomas Mann "Versuch über Schiller", Ansprache im Schillerjahr, Mai 1955 im Großen Haus, Stuttgart
Mit einer Einführung von Ingrid Bodsch

2005 jährt sich nicht nur der 200. Todestag Friedrich Schillers, den das StadtMuseum Bonn am 9. Mai mit einer musikalisch-literarischen Soirée in Bonn geehrt hat, sondern auch der 50. Todestag von Thomas Mann, der mit der Zuerkennung, Aberkennung und Wiederzuerkennung der Ehrendoktorwürde der Friedrich-Wilhelms-Universität untrennbar mit Bonn verknüpft ist.

Thomas Mann antwortete 1929 in der "Königsberger Allgemeinen Zeitung" (Ausgabe vom 10.11.1929) auf die Rundfrage "Ist Schiller noch lebendig?" mit Amüsement und leichter Ironie, da er die Umfrage "recht deutsch" empfand, denn "kein Franzose würde darauf kommen, sich und andere zu fragen, ob Racine und Corneille ‚noch lebendig' seien".

Es war nicht die erste intensive Beschäftigung Thomas Manns mit Schiller, der ihn schon seit Schülertagen faszinierte. 1905 verfaßte Thomas Mann aus Anlaß des 100. Todestages von Friedrich Schiller als Auftragsarbeit für eine Sondernummer des "Simplicissimus" in München die Kurzgeschichte "Schwere Stunde", deren namentlich nie genannte Hauptperson Friedrich Schiller ist. In der Erzählung wird die Krise des am Gelingen seines Wallensteins fast verzweifelnden Dichters geschildert, über die er mit dem Willen zur Größe, die aus Leiden entsteht, schließlich triumphiert.

Viele Jahre später, 1955, - Thomas Mann ist aus seinem Exil in den USA, wohin ihn und seine Familie die Nationalsozialisten getrieben hatten, wieder nach Europa zurückkehrt und lebt in der Schweiz - arbeitete Thomas Mann im Hinblick auf den 150. Todestag von Friedrich von Schiller an seinem "Versuch über Schiller", den er - gekürzt - als Rede am Vorabend von Schillers Tod - am 8. Mai 1955 - im Staatstheater Stuttgart vorträgt und ein weiteres Mal, am 14.Mai 1955 im Deutschen Nationaltheater Weimar. In beiden deutschen Staaten - der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik - erscheint der Essay mit der Widmung "Zum 150. Todestag des Dichters - seinem Andenken in Liebe gewidmet" gedruckt in ungekürzter Form: In der Bundesrepublik beim S. Fischer Verlag, 1955 und in der Deutschen Demokratischen Republik - viel schöner gestaltet - beim Aufbau-Verlag, Berlin, der 2000 Sonderexemplare anfertigt.

Mit seiner berühmten Gedenkrede zum 150. Todestag von Friedrich Schiller in Stuttgart (Deutschland West) und Weimar (Deutschland Ost) hat Thomas Mann Schiller ein besonderes Denkmal gesetzt. Diese Rede ist als Tondokument erhalten!

Teil II 21.00 Uhr
Was verbindet Friedrich Schiller mit Bonn?

Ingrid Bodsch geht den Weg von Schillers Ode an die Freundschaft und ihre Vertonung durch Beethoven, über die Freundschaft zwischen den Eheleuten Schiller mit dem jungen Bonner Professor und Kantianer Fischenich,-über die Erstaufführung von Schillers Fiesko im Bonner Hoftheater, über das Leben und Wirken von Schillers zweitältestem Sohn Ernst von Schiller im Rheinland und seine letzte Ruhe auf dem alten Friedhof in Bonn, der schon zum Bestattungsort von Charlotte von Schiller geworden ist, bis zu den Bekenntnissen Bonner Professoren und Gelehrte zu Friedrich Schiller und die Vollendung des unvollendet gebliebenen Romanfragments von Schillers "Geisterseher" - diese erste deutsche "gothic novel" gebot auch die Wahl der späten Stunde! - durch den ehemaligen Bonner Studenten und späteren rheinischen Skandalschriftsteller Hans H. Ewers.rden ist, bis zu den Bekenntnissen Bonner Professoren und Gelehrte zu Friedrich Schiller und die Vollendung des unvollendet gebliebenen Romanfragments von Schillers "Geisterseher" - diese erste deutsche "gothic novel" gebot auch die Wahl der späten Stunde! - durch den ehemaligen Bonner Studenten und späteren rheinischen Skandalschriftsteller Hans H. Ewers.

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