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 29./30. Juni bis 8. Oktober 2006
Robert Schumann
(Zwickau, 1810 - Bonn, 1856)
Zwei Ausstellungen des StadtMuseums Bonn aus Anlaß des 150. Geburtstages laden neben vielen Veranstaltungen zum Besuch ein.
"Zwischen Poesie und Musik. Robert Schumann - früh und spät"
Eine Ausstellung des StadtMuseums Bonn und der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau aus Anlass des 150. Todestages von Robert Schumann unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Nordrheinwestfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, und des Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen, Prof. Georg Milbradt
Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Adenauerallee 79
Rezension der Neuen Zürcher Zeitung vom 15.12.2007 hier
Neuerscheinungen:
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog hrsg. von Ingrid Bodsch und Gerd Nauhaus, ca. 376 Seiten, Stroemfeld-Verlag, 2006, ISBN 3-86600-000-6 zum Preis von 29,90 Euro. Diesen erhalten Sie an den beiden Museumskasse oder bestellen Sie ihn im Büro des Museums: Büro StadtMuseum Bonn, Rathaus/Markt, 53103 Bonn, Fax 0228-774298 oder E-Mail.
Clara Schumann, Blumenbuch für Robert 1854-1856
hrsg. von Gerd Nauhaus und Ingrid Bodsch unter Mitarbeit von ute Bär und Susanne Kosmale, Stroemfeld-Verlag, 2006, ISBN 3-8600-001-4, Preis 28,00 Euro. Auch dieses ist an den Museumskassen erhältlich oder kann im Museumsbüro bestellt werden.
29. Juni - 8. Oktober 2006
Robert Schumann in den Augen der Nachwelt
Zur Schumann-Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert besuchen Sie in unserem Internetcafé das Schumann-Portal
StadtMuseum Bonn, Franziskanerstraße 9
30. Juni - 8. Oktober 2006
Abschlussveranstaltung zu den Schumann-Ausstellungen:
08.10.06, 11.30 Uhr
Der unbekannte (?!) Schumann
Die "Kinderszenen" im neuen Licht alter Metronomzahlen und "Gesänge der Frühe": Schumanns letzter Klavierzyklus mehr [...]
Eine Veranstaltung des StadtMuseums Bonn mit Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Fördervereins StadtMuseum Bonn e.V. im Schumannhaus Bonn.
Schon angesichts seines Todes war sich die Stadt Bonn bewußt, welch großes Künstlerleben am 29. Juli 1856 in Endenich bei Bonn unter traurigen Umständen zu Ende gegangen ist: Umgehend veranlaßte der damalige ebenso kunstsinnige wie feinfühlige Bonner Bürgermeister und spätere Oberbürgermeister Leopold Kaufmann die Bereitstellung eines Ehrengrabes auf dem Alten Friedhof in Bonn, wo 40 Jahre später auch die in Frankfurt verstorbene Clara Schumann an der Seite ihres Mannes die letzte Ruhe gefunden hat.
Hier in seinem 150. Todesjahr eine gemeinsam mit der Geburtsstadt Zwickau konzipierte Ausstellung beginnen zu lassen, war seit der aus Anlass des 100. Todestag von Clara Schumann präsentierten Bonn-Zwickauer Jubiläumsausstellung von 1996 ein fester Plan des StadtMuseums Bonn und des Robert-Schumann-Hauses in Zwickau gewesen, zumal schon die vorangehenden Jahre von enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit im Ausstellungs- wie im Publikationsbereich bestimmt gewesen sind.
Mit der Jubiläumsausstellung 2006 des StadtMuseums Bonn und der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau, vertreten durch den Schumannforscher Gerd Nauhaus, der bis zum letzten Sommer das Zwickauer Robert-Schumann-Haus leitete, sollen vor allem die noch von seiner Zwickauer Kinder- und Jugendzeit geprägten Lebensjahre bis zur Hochzeit mit Clara Wieck und die späten, in Bonn zu Ende gehenden rheinischen Jahre Robert Schumanns beleuchtet werden, wobei sich sein Leben von Anfang bis Ende "zwischen Musik und Poesie" bewegte. Dank großzügigster Leihbereitschaft aller relevanten Schumannsammlungen im deutschsprachigen Raum - der Dank geht hier vor allem an die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, an die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz in Berlin, an die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und an das Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf - wird die Ausstellung "Zwischen Poesie und Musik. Robert Schumann - früh und spät", die ohnehin schon aus dem reichen Schatz und Fundus des Robert-Schumann-Hauses in Zwickau als Mitveranstalter schöpfen durfte, fast alle Glanzlichter des Schumannschen Schaffens präsentieren können! Besonderes Gewicht wird auch auf die Herkunft von Robert Schumann als Sohn eines ambitionierten Buchhändlers, Schriftstellers und Verlegers gelegt, der seinen kleinen Sohn - Robert war das Nesthäkchen der Familie - schon früh, reichlich und ohne Barrieren mit der Literatur der großen Schriftsteller aus Vergangenheit und Gegenwart bekannt machte. Die Liebe zur Literatur war bei Schumann, auch als seine Lebensentscheidung zugunsten der Musik fiel, immer gegenwärtig - noch in seinen letzten Jahren widmete er sich mit Hingabe seinem "Dichtergarten", und Franz Liszt bezeichnete Robert Schumann zu Recht als "Eingeborenen in beiden Ländern", dem der Musik und dem der Literatur! Diese Ausstellung, zu der ein umfangreicher und reichbebilderter Katalog in gewohnt bibliophiler Ausstattung erscheinen, wäre nicht realisierbar gewesen ohne die großzügige finanzielle Unterstützung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die auch das Bonner Vorhaben einer Parallelausstellung ermöglichten, dazu die Herausgabe von drei Schumann-Büchern, die auf dem Büchermarkt wirklich Neuigkeitswert beanspruchen dürfen: Das Blumentagebuch von Clara Schumann, das Ehetagebuch von Robert und Clara Schumann und Robert Schumanns Dichtergarten!
Die im Sonderausstellungsraum des StadtMuseums in der Franziskanerstraße 9 präsentierte Bonner Parallelausstellung
Robert Schumann in den Augen der Nachwelt.
Zur Schumann-Rezeption im 19. und 20. Jahrhundert
hat sich auf die Fahnen geschrieben, exemplarisch die Schumann-Rezeption in Wort, Bild und Ton vor Augen zu führen, wobei auch das neue, ebenfalls vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des neugegründeten Schumann-Netzwerks finanziell auf den Weg gebrachte Internetportals zu Robert Schumann in einem Internetcafé den Besuchern der Ausstellung ebenso zugänglich gemacht wird, wie in einem Ton- und Filmstudio Ausschnitte aus seiner Musik bzw. aus Filmen über das Leben von Robert Schumann, deren erster die 1944 (!) als Ufa-Produktion entstandene "Träumerei" gewesen ist.
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