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Bonn und das Rheinland in der Literatur:


Heinrich Heine von Ludwig E. Grimm, 1827

Heinrich Heine

(geb. 1797 in Düsseldorf, gest. 1856 in Paris)

Student in Bonn vom Wintersemester 1818/20 bis Sommer 1820

 

Das Leben von Heinrich Heine

Wir stellen Ihnen einen ausführlichen Überblick über das Leben von Heinrich Heine im praktischen PDF-Format zur Verfügung. Um diesen im Browser betrachten zu können, benötigen Sie den kostenlosen Acrobat-Reader.

 

Heinrich Heine, der damals noch seinen richtigen Vornamen Harry führte, nahm 1819 sein Studium an der 1818 als Preußische Rheinuniversität wiedereröffneten Bonner Universität auf, wie u.a. anhand seiner Immatrikulation zum 11. Dezember 1819, die ihn als Student der Rechte ausweist, belegt ist: "Harry Heine, aus Düsseldorf, 19 J. S. eines jüd. Kaufmanns..." Schon vor seiner Immatrikulation war er in die politischen Nachwehen studentischer Freiheitsfeiern zum Jahrestag der Leipziger Völkerschlacht (18. Oktober) Studentenleben auf dem Bonner Martinsplatz 1819verwickelt, da die politisch angespannte Situation zu einer Untersuchung vor dem akademischen Gericht führte, von dem Heine am 26.11.1819 als Zeuge vernommen wurde. Heine verbrachte zwei Semester in Bonn, wobei ihn seine eigenhändig niedergeschriebenen und von den Professoren abgezeichneten Testierbogen als eifrigen und aufmerksamen Besucher von Vorlesungen, insbesondere im Facbereich Geschichte und Literatur, ausweisen, während er in seinem eigentlichen Studienfach, der Jurisprudenz, nur die semesterverbindliche Pflichtvorlesung besuchte. Von seinen Bonner Universitätslehrern - u.a. Arndt, Hüllmann, Mackeldey - hinterließ, ungeachtet seiner später spöttischen Rückschau, August Wilhelm Schlegel (1767-1845) den größten Eindruck, da er Heines literarisches Talent erkannte und förderte. Heines erster Gedichtband, der weitgehend in seiner Bonner Zeit entstanden ist, kam Ende 1821 in Berlin heraus. Heine schied nach dem Sommersemester 1820 aus Bonn, um sein Studium in Göttingen fortzusetzen, da in Bonn ihn zuviele Annehmlichkeiten vom Lernen abhielten. Zu den Annehmlichkeiten zählten nicht nur die vielfältigen Unternehmungen mit seinen Bonner Freunden und Studienkollegen, der freundschaftliche Umgang mit seinem Mentor Schlegel, sondern auch der Umgang mit dem weiblichen Geschlecht. Darauf weist nicht nur die Andeutung Heines an seinen Freund von Beughem hin, dass er in Bonn gelegentlich "schöner Busen halber ... die Musen vernachlässigt habe", sondern auch ein Widmungsvers, dessen von Heine mit gutem Rat bedachter Empfänger leider nicht bekannt ist.:
"Hast du vertrauten Umgang mit Damen,
Schweig', Freundchen, still und nenne nie Namen:
Um ihretwillen, wenn sie fein sind,
Um deintwillen, wenn sie gemein sind.
Bonn. 1820. Harry Heine."


Zum Bonner Studienjahr Heinrich Heines vgl. den Ausstellungskatalog des StadtMuseums Bonn: Harry Heine stud. juris in Bonn 1819/20. Zum ersten Studienjahr Heinrich Heines und zur Bonner Stammbuchblätterfolge von 1820 des stud. med. Joseph Neunzig (1797-1877). Erhätlich an der Museumskasse oder auf Bestellung beim StadtMuseum Bonn, Altes Rathaus/Markt, 53103 Bonn bzw. per E-Mail.

Weitere Jubilare des Jahres 2006 und zahlreiche Veranstaltungen.

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