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14.09.2007, 19.30 Uhr Die "Rheingräfin" Sibylle Mertens-Schaaffhausen Ein biographisches Portrait zum 150. Todestag Vortrag von Dr. Angela Steidele im "Antiquarius", Bonner Talweg 14,
53113 Bonn
Die "Rheingräfin" Sibylle Mertens, geb. Schaaffhausen (1757-1857) zählt zu den ungewöhnlichsten
Frauen des 19. Jahrhunderts. Ihre Salons im Plittersdorfer Auerhof und in der Bonner Wilhelmstraße
zogen Gelehrte und Künstler gleichermaßen an. Als erste anerkannte Altertumskundlerin
Deutschlands trug sie eine der wertvollsten Sammlungen antiker Kunst zusammen, als
ausgebildete Pianistin begleitete sie die großen Primadonnen und Instrumentalisten in ihrem offenen
Haus. Politisch wach erklärte sie sich 1848 zur "Democratin" und warb für das Allgemeine
Wahlrecht - das der Frauen eingeschlossen. Vom Vater an einen ungeliebten Mann verheiratet,
leidenschaftslose Mutter von sechs Kindern, suchte Sibylle Mertens Frauen als Gefährtinnen.
Adele Schopenhauer, Annette von Droste-Hülshoff und Goethes Schwiegertochter Ottilie gehörten
zu ihrem engsten Kreis. Dr. Angela Steidele lehrte an der Universität Hildesheim und lebt als freie Sachbuchautorin in Köln. Derzeit schreibt sie eine Biographie über die "Rheingräfin". Ihr zuletzt erschienenes Buch: In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel, hingerichtet 1721 (Köln: Böhlau, 2004) wurde mit dem Gleim-Literaturpreis 2005 ausgezeichnet. |
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